Warum der Niederrhein ein eigenes neues Metal-Festival verdient hat
Wo der Niederrhein im NRW-Festival-Kalender heute steht
Nordrhein-Westfalen hat einen der dichtesten Festival-Sommer Deutschlands. Zwischen Mai und September liegen Wochenenden ohne mehrere Open-Airs in der Minderheit. Im Metal-Segment sind die Adressen aber klar verteilt. Das Ruhrgebiet hostet die größeren Reihen, Köln und Münster runden mit eigenen Genre-Formaten ab, und am unteren Niederrhein bei Neukirchen-Vluyn gibt es mit dem Dong Open Air ein seit 2001 großes etabliertes Mehrtages-Festival mit eigener Halden-Bühne und festem Stammpublikum.
Das ist auch gut so, das soll auch unbedingt so bleiben. Nicht nur, weil die meisten aus dem Orga-Team selbst jedes Jahr das Dong besuchen… 🤘
Die Lücke zwischen Krefeld und Kleve
Wer am Niederrhein westlich des Rheins lebt, also etwa in Kerken, Geldern, Straelen, Kempen, Issum, Kevelaer, Weeze oder Goch und Kleve, hat im Bereich des Metal Open-Air allerdings keine kurze Heimstrecke. Realistische Optionen heißen da eben das Dong,Ruhrgebiet, niederländischer Grenzraum oder weiter östlich. Das ist kein Drama, das ist Festival-Wirklichkeit. Aber es ist eine Lücke.
Genau in diese Lücke setzt das EYLLUSION Open Air. Kerken Eyll liegt zentral genug, um aus Krefeld in unter zwanzig Minuten per Bahn erreichbar zu sein, und ländlich genug, um Open-Air-Stimmung wirklich zuzulassen. Das macht aus einem Festival in der dünn besiedelten westlichen Hälfte des Niederrheins kein Logistik-Abenteuer, sondern ein Heimspiel.
Was die Region für ein Open-Air mitbringt
Bahnanbindung über die RE 10
Die Linie RE 10, der Niers-Express, verbindet Kleve, Geldern, Nieukerk, Aldekerk, Kempen, Krefeld und Düsseldorf. Aldekerk und Krefeld liegen rund siebzehn Minuten auseinander, Aldekerk und Düsseldorf rund fünfzig. Das deckt einen großen Teil des metalaffinen NRW-Publikums ab, ohne dass jemand Stunden anreisen muss.
Hof-Kultur am Niederrhein
Konzerte auf Höfen oder Partys in Scheunen sind hier keine PR-Idee, sondern Teil der Regionkultur. Scheunen, Innenhöfe und alte Wirtschaftsgebäude wurden in der niederrheinischen Tradition über Generationen genutzt, weil sie Platz für Gemeinschaft bieten. Der Ridderbeckshof in Kerken-Eyll ist ein Beispiel dafür: ein landwirtschaftlicher Hof aus dem späten 19. Jahrhundert, der sich zu einem Veranstaltungsort mit kleinen Konzerten, Lesungen, Workshops und Festen entwickelt hat. Open-Air auf einem solchen Hof ist nicht Inszenierung, sondern logische Weiterentwicklung und Anschluss an etwas, das es lange vor uns gab.
Wo wir ansetzen: kleines Open-Air mit eigenem Profil
Wir kommen nicht, um eine zweite Halden-Bühne zu bauen. Wir kommen, um ein Open-Air mit kuratiertem Line-Up zu veranstalten, das vor allem kleinen und mittleren Bands eine Bühne gibt. Was wir damit beitragen, ist nichts absurt Großes, aber etwas Eigenes: ein Festival am Ende der Saison, an einem Hof, mit einer guten Auswahl an Bands.
Wo wir hin möchten
Klein bleiben wir nicht aus Bescheidenheit, sondern aus Überzeugung. Trotzdem darf eine Vision dazugehören: Zeitnah auch größere, bekannte Headliner ans EYLLUSION Open Air zu holen, die nicht nur ihre eigene Show spielen möchten, sondern ihre Reichweite aktiv einsetzen, um die kleineren Acts auf dem Festival sichtbar zu machen und zu supporten. Bands, die selbst wissen, wie weit der Weg von „erste Demos" bis zur Hauptbühne ist, und Lust haben, anderen ein wenig unter die Arme zu greifen.
Jeder im Stamm-Orga-Team hat dabei seine ein bis zwei persönlichen Wunsch-Acts im Kopf. Bands, die wir auf dem EYLLUSION Open Air hoffentlich irgendwann selbst auf der Bühne sehen dürfen. Welche das sind, behalten wir vorerst für uns. Sobald einer dieser Namen tatsächlich im Line-Up steht, wirst du es früh genug merken.
Was das für die Szene bedeutet
Ein neues, kleines Festival ist immer auch ein Versprechen an die Bands der Region. Wer in Geldern probt, wer in Krefeld erste Demos veröffentlicht, wer aus Wuppertal oder Bochum Richtung Westen pendelt, soll wissen: hier gibt es bald eine Bühne, die wirklich für solche Acts gedacht ist.
Für Fans bedeutet das: weniger Anreisestress, mehr Entdeckung. Open-Air mit echtem regionalem Anker. Für die Region bedeutet es ein kulturelles Angebot, das aus der Region selbst entsteht.
Region stärken, gemeinsam mit Bands, Fans und Partnern
Ein Festival wird nicht von einem Verein allein getragen. Bands, Helferinnen und Helfer, Sponsoren, Anwohner, alle gehören dazu. Wenn du dich oder dein Unternehmen einbringen willst, findest du auf speziellen Seiten Informationen, wie man uns unzterstützen kann oder wie du Helferin oder Helfer vor Ort wirst.